Oscar Zügel: Ikarus (1936)
Ein kritisches ZeitzeugnisAls Oscar Zügel im spanischen Exil ankam, verlebte er zunächst eine glückliche und künstlerisch sehr produktive Zeit. In Tossa de Mar – einer Künstlerkolonie – fand er gemeinsam mit seiner Familie eine neue Heimat.
Oscar Zügel: Mondscheinsonate (1952/53)
1950 verließ der Maler Oscar Zügel Argentinien. Abgesehen von seiner Sehnsucht nach einem Künstlerleben waren die Gründe für diesen Entschluss der plötzliche Tod einer seiner Töchter sowie die Repressalien durch die Diktatur Peróns.
Oscar Zügel: Sieg der Gerechtigkeit (1933 – 1936)
Das SchicksalsbildOscar Zügel nannte das Gemälde Sieg der Gerechtigkeit sein Schicksalsbild. Entstanden ist es zwischen 1933 und 1936, das heißt als eine Arbeit des Inneren wie des Äußeren Exils.
Oscar-Nominierungsurkunde für Walter Reisch (1940)
Im Jahr 1941 wurde der Drehbuchautor Walter Reisch für seine Vorlage zu Comrade X (1940), einem Film von King Vidor mit Hedy Lamarr und Clark Gable in den Hauptrollen, für den Oscar nominiert. Es war bereits das zweite Mal, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Verdienste des Emigranten um den amerikanischen Film würdigte: Schon im Jahre zuvor war er zusammen mit Charles Brackett und Billy Wilder für Ninotschka (1939) in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ Anwärter auf den begehrten Award gewesen.
Oskar Kokoschka und John Heartfield in Paris, Fotografie, 1935
Durch die Verfolgung der Nationalsozialisten und die Flucht ins Prager Exil war es für den Grafiker John Heartfield schwierig geworden, seine Arbeiten außerhalb von Prag zu veröffentlichen. Die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung, für die er viele seiner Fotomontagen anfertigte, war in Deutschland verboten und wurde ins Land geschmuggelt.
Oskar Kokoschka: Anschluß - Alice im Wunderland, Gemälde (1942)
Anschluß – Alice im Wunderland ist eines der politischen Bilder des Malers Oskar Kokoschka. Es entstand im englischen Exil.
Oskar Kokoschka: Brief an Albert Ehrenstein (1937)
Im Entstehungsjahr dieses Briefes lebten der Maler Oskar Kokoschka und der Schriftsteller Albert Ehrenstein schon seit einigen Jahren im Exil, Ehrenstein in der Schweiz und Kokoschka in der Tschechoslowakei. Beide verband eine lange Freundschaft seit den Tagen, als der Maler für den Dichter Zeichnungen für dessen Werk Tubutsch (1911) angefertigt hatte.
Oskar Kokoschka: Brief an Albert Ehrenstein (1939)
Seit Herbst 1938 lebte der Maler Oskar Kokoschka im Londoner Exil, wo er die nächsten 15 Jahre seines Lebens verbringen sollte. In den Jahren des Krieges engagierte sich der Maler für andere österreichische Künstler in der Emigration.
Oskar Kokoschka: Brief an Alfred Neumeyer (16. September 1936)
Oskar Kokoschkas Leben im Prager Exil stand 1936 vor einer Wende. Der deutsche Emigrant Alfred Neumeyer lud Kokoschka ein, zu ihm ans Mills College in Kalifornien zu kommen.
Oskar Kokoschka: Brief an Alfred Neumeyer (18. Juli 1937)
Im Sommer 1937 verdichtete sich Oskar Kokoschkas Eindruck, in seinem Prager Exil auf einem Pulverfass zu sitzen. Der Maler beobachtete rings um sich „beständige Kriegsrüstung“ und zunehmende „Kriegsgefahr“.